Runter vom Tisch!

Auch Katzen müssen lernen, dass nicht alles erlaubt ist

Katzen sind wie Frauen, beide kann man nicht zwingen, etwas zu tun, was sie selber nicht mögen eine Erkenntnis der eigenwilligen französischen Schriftstellerin Colette.

Viele Katzenbesitzer werden verständnisinnig nicken. Trotzdem nicht nur Mutter Katze, sondern auch der Mensch kann Kätzchen ein paar notwendige Spielregeln beibringen. Allerdings gehören dazu mehr "Falsch" als "Richtig", nicht für die Katze, sondern für ihren Menschen.

Erstes Tabu: Schlagen. Das verzeiht sie nie. Die Hand ist zum Streicheln und zum Füttern da, darf allerhöchstens abwehrend ausgestreckt werden, wenn die Katze gerade zum Sprung auf den Tisch ansetzt. Statt dessen tut's die Stimme: ein strenges und bestimmtes "Nein, Mieze"  ruhig ein bisschen lauter: Das schmerzt in Katzenohren, drum wirkt es.

 Katzen sind hartnäckig, Menschen auch. Wenn das einfache "Nein" nicht genügt, kommt eine schärfere Nuance von "Nein, nein", kräftiges IndieHändeKlatschen, mit dem Fuß aufstampfen oder die Zeitung auf den Tisch knallen.

Wer immer noch nicht hören will, muss fühlen: Ins Gesicht oder in die Barthaare pusten können Katzen überhaupt nicht ausstehen. Ein Strahl aus der Spielzeugspritzpistole oder aus dem Wasser- Zerstäuber für Blumen läßt sie flitzen, Verbot und Strafe wirken allerdings nur bei frischer Tat. Denn Katzen haben kein Schuldbewusstsein, wissen nicht, was sie vor einer Stunde ausgefressen haben.

Wenn eine Katze in die Wohnung gemacht hat (weil sie eingesperrt, die Toilette nicht sauber oder sie auf jemanden sauer war), nie mit der Nase hineinstupsen. Das ist einfach gegen ihre Würde. Lieber ins Katzenklo setzen und loben, wenn das Geschäft erledigt ist.

Katzen sind Gewohnheitstiere und lernen durch Negativerlebnisse, also Ärger mit ihrem Menschen. Aber nur wenn dieser konsequent ist. Was heute verboten ist, darf morgen nicht erlaubt sein.

Ein guter Rat zum Wohl von Katze und Mensch: Beschränken Sie sich auf eine bestimmte Anzahl von "Neins", sonst sind alle Seiten überfordert, die gute Erziehung artet in ein schlechtes Verhältnis aus.

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