Um sich verständlich zu machen, haben die Katzen also weitaus mehr drauf, als nur ihr "Miau". Mit ihrem ganzen Körper drücken sie aus, was sie wollen, und in welcher Stimmung sie sind. Das gilt nicht nur gegenüber Artgenossen, sondern auch gegenüber den Menschen. Denn Katzen suchen schließlich unsere Nähe. Von uns gestreichelt zu werden, verschafft ihnen größtes Vergnügen. Unsere Hand ersetzt die Zunge der Mutter, die sie in den ersten Lebenstagen immer wieder abgeleckt hat. Macht die Katze aber den "Toten Mann" und legt sich einfach auf den Rücken, dann will sie uns damit ganz deutlich zeigen, dass sie momentan faul und schläfrig ist und überhaupt nichts davon hält aufzustehen.

Doch manchmal hat sie auch zwei Interessen gleichzeitig, beispielsweise aufspringen oder liegen bleiben. Das Zucken des Schwanzes verrät uns ihren inneren Konflikt. Der Schwanz einer Katze ist ihr wahres Stimmungsbarometer. Ist er hoch erhoben, hat sie ausgesprochen gute Laune. Oft ist er dann an der Spitze wie bei dem Stromabnehmer eines Autoskooters leicht gebogen. Klemmt sich die Katze den Schwanz zwischen die Beine, fühlt sie sich gar nicht wohl.

Treteln ist der Milchtritt der Katze. Sie macht dabei massierende, stampfende Bewegung - langsam und gleichmäßig, fast wie in Zeitlupe. Dies ist die gleiche Bewegung, die sie als Säugling machen musste, um den Milchfluss bei der Mutter anzuregen. Gleichzeitig trainiert und kräftigt dies den Einzieh- und Ausstreckmechanismus der Krallen. Katzen, die früh von ihrer Mutter getrennt wurden, neigen besonders zum Treteln. Aber auch Tiere, die spät oder gar nicht von der Mutter weggenommen wurden, zeigen hin und wieder dieses Verhalten.

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